Die Basilica di Santa Maria Assunta, auch als Duomo von Padua bekannt, liegt direkt neben dem Baptisterium und zählt zu den wichtigsten religiösen Bauwerken der Stadt. Ihre Ursprünge reichen bis in die Zeit zwischen 462 und 620 zurück, wobei sie auf den Fundamenten früherer, teils antiker Kirchen errichtet wurde.
Ein erster Kirchenbau entstand vermutlich nach dem Edikt von Mailand unter Kaiser Konstantin. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Komplex mehrfach zerstört – etwa 899 durch die Ungarn und 1117 durch ein schweres Erdbeben – und anschließend wieder aufgebaut.
Vom Mittelalter bis zur Neuzeit: Die wechselvolle Baugeschichte des Doms
Nach dem Erdbeben von 1117 entstand eine neue dreischiffige Kathedrale, die 1180 geweiht wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie kontinuierlich erweitert, unter anderem durch den Bau des Glockenturms (1227) und des Kreuzgewölbes (1399).
Im 16. Jahrhundert begann eine umfassende Neugestaltung: Der ursprüngliche Entwurf von Jacopo Sansovino wurde durch ein Modell von Michelangelo Buonarroti ersetzt. Die Bauarbeiten führten zu erheblichen Veränderungen, darunter neue Schiffe, ein erweitertes Portal und ein neu gestaltetes Presbyterium.
Die feierliche Weihe der heutigen Kathedrale erfolgte 1754. Die Kuppel wurde 1756 fertiggestellt, später jedoch nach einem Brand im Jahr 1822 erneut aufgebaut.
Architektur des Duomo: Lateinisches Kreuz und monumentale Kuppel
Der heutige Dom basiert auf einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Besonders markant sind dabei:
- die hohe Kuppel mit achteckigem Tiburio
- die romanische, unvollständig gebliebene Fassade mit drei Portalen
- das Rosettenfenster, das nach Zerstörungen im Ersten Weltkrieg ergänzt wurde
Neben dem Presbyterium befinden sich die Sakristeien Canonici und Prebendati. Der angrenzende Glockenturm beherbergt sieben Glocken im veronesischen System aus dem Jahr 1923 sowie einen römischen Grabstein der Familie „Gens Fabia di Veio“ aus dem Jahr 49 n. Chr.
Kunst und Ausstattung im Inneren der Kathedrale
Das Innere des Doms beeindruckt durch seine Weite, kunstvolle Statuen und bedeutende Gemälde. Der Boden ist mit einem geometrischen Muster in Braun-, Beige- und Blautönen gestaltet.
Zu den wichtigsten Highlights zählen:
- Krypta und Cappella della Santa Croce unter dem Presbyterium mit kunstvoller Stuckdecke – unbedingt anschauen! Das Presbyterium liegt einige Stufen tiefer und ist vom Inneren der Kirche aus zu erreichen
- Kapelle San Lorenzo Martire mit einem Altarbild von Alessandro Galvano und einer Statue von Felice Chiereghin
- Cappella della Madonna dei Miracoli mit Werken von Mattia Carneri und Skulpturen von Bernardo Falconi
- Presbyterium mit Hochaltar von Daniele Danieletti und Baldachin von Cesare Bovo
Auch Werke bedeutender Künstler wie Caravaggio, Andrea Vicentino und Francesco Petrarca (Porträt) sind hier zu finden.
Sehenswerte Kapellen im Duomo von Padua
Die zahlreichen Kapellen der Kathedrale bieten eine außergewöhnliche Vielfalt an Kunstwerken:
- Cappella del Santissimo Sacramento mit Engelsstatuen von Tommaso Bonazza und Jacopo Gabano
- Kapelle San Giuseppe mit Altar von Tommaso Bonazza
- Kapelle San Gregorio Barbarigo mit Gemälde von Pietro Damini
- Weitere Werke, darunter eine Kanzel von Filippo Parodi und ein Altarbild von Francesco Squarcione
Diese Vielfalt macht den Dom zu einem bedeutenden Ort für Kunst- und Kulturinteressierte, also für mich war und ist der Duomo eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Padua.
Besucherinformationen zur Basilica di Santa Maria Assunta
- Adresse: Via Dietro Duomo 5, Padua
- Telefon: +39 049 662814
- Website: diocesipadova.it
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 – 12:30 Uhr
- Eintritt: kostenlos